Frühjahrs-Konjunktur-Umfrage 2020 – Ein vorsichtiger Blick in die Zukunft

Demnach beurteilen die Fach-Errichter die aktuelle Geschäftslage nur noch mit einem durchschnittlichen Wert von 2,46 auf der Schulnotenskala. Im direkten Vergleich mit den Vorjahren wird der Konjunktureinbruch sehr deutlich. Seit Beginn der Erhebung im Jahr 2010 wurde die Geschäftslage nur ein einziges Mal schlechter bewertet. Im Herbst 2019 lag der Wert sogar noch bei 1,79.

Nur noch 12 Prozent der Betriebe schätzen ihre derzeitige Geschäftslage als sehr gut ein (2019: 35 Prozent) und 45 Prozent als gut (2019: 52 Prozent). Über 10 Prozent zeichnen sogar ein schlechtes bzw. sehr schlechtes Lagebild.

Die Beurteilung der Geschäftslage nach Kundengruppen hat sich ausnahmslos verschlechtert. Im Privatsektor sank die Note auf 3,1 (2019: 2,64) und im gewerblichen Bereich auf 2,41 (2019: 1,83). Bei den Behörden ist mit einem Ergebnis von 2,65 ein weniger starker Rückgang zu verzeichnen (2019: 2,40).

Die Einschätzung der einzelnen Branchen ist in allen Sparten deutlich rückläufig. Am meisten scheint der Bereich Rauch- und Wärmeabzugsanlagen vom Konjunktureinbruch betroffen zu sein (Note 3,26). Das beste Ergebnis erzielen die Brandmeldeanlagen mit der Note 2,33.

Rund 28 Prozent der Unternehmen suchen laut Frühjahrs-Umfrage weiterhin neue Mitarbeiter. Im Vergleich zur Herbst-Umfrage 2019 ist der Bedarf nach zusätzlichem Personal somit um 30 Prozentpunkte gesunken.

Positiv zu bewerten ist jedoch, dass 97 Prozent der Betriebe ihre Mitarbeiter halten bzw. neue einstellen möchten und lediglich 3 Prozent der Firmen Personalentlassungen einplanen müssen.

Die künftige Geschäftslage bewerten die Fach-Errichter mit einem Durchschnitt von 2,47. 
Der Blick in die Zukunft fällt somit ähnlich vorsichtig aus, wie die Bewertung der gegenwärtigen Situation.