BHE-Konjunkturumfrage: Frühjahrsaufschwung bleibt 2026 aus

Die derzeitige Geschäftslage wird von den Unternehmen mit der Durchschnittsnote 2,28 bewertet (Herbst 2025: 2,02) – das viertschlechteste Ergebnis seit Beginn der Erhebung. Niedriger war der Wert zuletzt nur beim Ausbruch der Coronakrise im Frühjahr 2020. Dennoch beurteilen rund 66 Prozent der Betriebe ihre Lage als „sehr gut“ oder „gut“; lediglich gut 8 Prozent sprechen von einer „schlechten“ oder „sehr schlechten“ Geschäftslage.

Bei den einzelnen Kundengruppen zeigt sich erneut ein differenziertes Bild. Der Privatkundenbereich bleibt mit einer Durchschnittsnote von 2,96 weiterhin das schwächste Segment im Sicherheitsmarkt. Er verharrt nahezu auf dem Niveau der letzten Erhebungen. Der gewerbliche Bereich verzeichnet einen Rückgang auf 2,41 (Herbst: 2,26), während sich die Geschäftslage bei Behördenkunden mit 2,52 ebenfalls auf konstantem Niveau bewegt.

Auch in den einzelnen Fachsparten ist ein leichter Abwärtstrend erkennbar. Am stärksten fällt er bei der Zutrittssteuerung (2,44 gegenüber 2,15 im Herbst 2025) und Brandmeldetechnik (von 1,91 auf 2,19) aus. Die Einbruchmeldetechnik verschlechtert sich von 2,48 im Herbst 2025 auf nun 2,55, während die Rückgänge bei der Videosicherheit (von 2,33 auf jetzt 2,36) und den Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (2,21 gegenüber 2,20) geringer sind.

Der Ausblick auf die kommenden Monate fällt mit der Note 2,34 ebenfalls deutlich vorsichtiger aus als zuletzt. Dennoch rechnen weiterhin fast zwei Drittel der Unternehmen mit einer guten oder sehr guten Lage. Nur rund 7 Prozent erwarten eine negative Geschäftsentwicklung.

Ein zentrales Thema bleibt weiterhin die Personalsituation in der Sicherheitsbranche. Trotz der insgesamt etwas vorsichtigeren Markteinschätzung suchen 54 Prozent der Unternehmen neue Mitarbeiter. Rund 46 Prozent wollen ihren Personalbestand halten. Nur ein Unternehmen rechnet aktuell mit einem Personalabbau. Damit bleibt der Fachkräftebedarf im Sicherheitsmarkt weiterhin hoch.