Zufahrtsschutz braucht qualifizierte Planung

Wirksamer Zufahrtsschutz beginnt nicht mit der Auswahl einer Fahrzeugbarriere, sondern mit einem abgestimmten Schutzkonzept. Für den Schutz öffentlicher Räume und Veranstaltungen im Freien empfiehlt die Polizeiliche Kriminalprävention den Einsatz qualifizierter Planer. 

Der BHE hat das Thema bereits mit dem Infoblatt „Zufahrtsschutz – Sicherheitspaket für Veranstalter und Kommunalverantwortliche“ aufgegriffen. Mit dem Hinweis auf das VdS-Seminar „Fachplanung Zufahrtsschutz“ setzen wir dieses Engagement fort: Wir möchten die fachliche Qualifizierung in diesem Bereich unterstützen und geeigneten Mitgliedsunternehmen den Zugang zu entsprechender Weiterbildung erleichtern. Im Rahmen der Kooperation mit VdS erhalten BHE-Mitglieder 15 % Rabatt auf das Seminar. 

Von den Grundlagen zum Zufahrtsschutzkonzept 

Das dreitägige Präsenzseminar orientiert sich an den bundeseinheitlichen Vorgaben der Kommission Polizeiliche Kriminalprävention (KPK) und am Pflichtenkatalog „Fachplanung Zufahrtsschutz“. Es verbindet rechtliche, technische und organisatorische Grundlagen mit Übungen und Beispielszenarien aus der Praxis. 

Zu den Themen gehören: 

  • Risikomanagement und rechtliche Rahmenbedingungen der Sicherheitsplanung, 
  • die Erstellung eines ganzheitlichen Zufahrtsschutzkonzeptes, 
  • die Einführung in die Fahrdynamikanalyse sowie die Berechnung von Anfahrtsgeschwindigkeiten und Anprallenergien, 
  • stadtbildverträgliche Sicherheitslösungen und Einsatzmöglichkeiten von Fahrzeugsicherheitsbarrieren, 
  • relevante Normen, Prüfverfahren und die praktische Anwendung des Leitfadens „Schutz vor Überfahrtaten“. 

Ausgewählte Referenten aus Polizei, Projektpraxis und Sicherheitsplanung vermitteln die Inhalte anwendungsorientiert. 

Für wen ist das Angebot relevant? 

VdS richtet das Seminar an kommunale Sicherheitsverantwortliche, Ingenieurbüros und Planer, Veranstaltungs- und Sicherheitsmanager, Ordnungsbehörden und Gefahrenabwehr, Betreiber kritischer Infrastruktur sowie Architektur-, Verkehrs- und Landschaftsplanungsbüros. 

Für BHE-Mitgliedsunternehmen ist das Angebot insbesondere dann prüfenswert, wenn sie Zufahrtsschutzkonzepte planen oder entsprechende Planungskompetenz aufbauen möchten. Auch Errichter und Systemintegratoren mit einschlägigen Projekten sollten prüfen, ob die Inhalte zu ihren Aufgaben passen. Eine Tätigkeit in der Zutrittssteuerung oder Perimetersicherheit allein bedeutet noch nicht, dass diese Spezialisierung benötigt wird. Wenn das Thema nicht zu Ihrem Aufgabenfeld gehört, geben Sie den Hinweis gern an zuständige Planungspartner weiter. 

Termine und Teilnahme 

  • 26.–28. Januar 2027 oder 14.–16. Juli 2027 
  • Ort: VdS-Bildungszentrum, Pasteurstraße 17a, 50735 Köln 
  • Buchung: mit oder ohne Prüfung möglich 
  • Reguläre Teilnahmegebühr: 1.295 Euro ohne Prüfung bzw. 1.645 Euro mit Prüfung, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer 
  • Mitgliedervorteil: 15 % Rabatt für BHE-Mitglieder 
  • Enthalten: Seminarunterlagen, Pausengetränke und Mittagessen 

Die optionale schriftliche Prüfung dauert 60 Minuten. Laut VdS kann mit dem Prüfungsabschluss eine Voraussetzung für die Eintragung in die polizeiliche Liste der Fachplanenden für Zufahrtsschutz erfüllt werden. Eine automatische Eintragung ist damit nicht verbunden; die weiteren Voraussetzungen sind gesondert zu prüfen.

 

Veranstalter ist die VdS Schadenverhütung GmbH, Bildungszentrum. Der BHE unterstützt die Bekanntmachung als Hinweisgeber; Durchführung, Prüfung und Anmeldung liegen bei VdS. 

Die Anmeldung ist auch per E-Mail an lehrgang@vds.de möglich. Informationen zur Nutzung des BHE-Mitgliederrabatts und zu den Teilnahme- und Prüfungsvoraussetzungen erhalten Sie beim VdS-Bildungszentrum.